Hypnose gegen Störungen / Zwänge / Neurosen

Hypnose gegen Zwangsstörungen

Definition: Was sind Neurosen?

Zu den Neurosen werden zahlreiche Erkrankungen psychischer und psychosozialer Natur gezählt, deren Gemeinsamkeit darin besteht, dass sie nicht organisch bedingt sind. Verschiedenartige Verhaltens-, Befindlichkeits- und Persönlichkeitsstörungen werden unter dem Oberbegriff Neurose geführt.

Auch Hysterie, Zwangs- und Angststörungen, Schlaf- und Essstörungen sowie diverse psychosomatische Störungen gelten als Neurosen. Aufgrund der Heterogenität der genannten Krankheiten wird in der medizinischen Fachliteratur mittlerweile von der gemeinsamen Benennung als Neurosen Abstand genommen.

So können die sehr unterschiedlichen Krankheiten exakt voneinander abgegrenzt und gezielt behandelt werden. In der Alltagssprache wird der Terminus Neurose jedoch gerne und oft verwendet.

Unterschied zwischen Psychose und Neurose

Bei Psychosen handelt es sich um Störungen, die gravierender sein können und auch erheblicheren Schaden als Neurosen anzurichten vermögen.

Während bei der Neurose noch die Kontrolle über die Realität vorhanden ist, geht die Psychose mit Realitätsverlust einher.

Psychosen unterscheiden sich auch insofern von Neurosen, als sie organische Ursachen aufweisen.

Ursachen neurotischer Störungen

In der Regel entsteht eine Neurose in Zusammenhang mit einem inneren Konflikt. Da der Konflikt unbewusst verläuft, ist der Patient nicht in der Lage, dessen Hintergründe und Mechanismen aufzudecken. Konflikte in der Kindheit bleiben oft unbearbeitet und ungelöst.

Sie bestehen weiter und treten in Zeiten starker Belastung erneut hervor. Neurosen können sehr hartnäckig sein und vergehen nur selten von allein. Meist bedürfen sie der Behandlung. Eine Heilmethode ist die Hypnose gegen Neurosen & Störungen. Die Ausführungen dazu erfolgen etwas weiter unten.

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Symptome einer Neurose

Da viele Krankheiten unter diesem Begriff zusammengefasst werden, kann eine Neurose auch unterschiedlichste Kennzeichen und Symptome aufweisen. Für einen Laien ist es oft kaum möglich, eine Neurose als solche zu erfassen und festzustellen. Typisch sind folgende Symptome:

  • Panik (mit Atemnot, Herzrasen, Schweißausbrüchen etc.)
  • körperliches Missbehagen ohne eindeutige und klar benennbare Ursachen
  • zwanghaftes Verhalten und Zwangsgedanken (z.B. Wasch- oder Ordnungszwang, Zählzwang)
  • Stimmungsinstabilität
  • Schmerzen
  • Ein- und Durschlafprobleme sowie schwere Schlafstörungen
  • Unruhe
    starke Ängste

Letztlich kann nur ein Facharzt das Vorliegen oder Nichtvorliegen einer Neurose zu beurteilen.

Von leichten Zwangsstörungen zu therapiebedürftigen Zwangsneurosen mit Hypnose

Zwangsneurosen fallen unter die psychischen Krankheiten und Angststörungen. In Zusammenhang mit dem Zwang wird auch von einem Anankasmus oder von einer anankastischen – und auch von einer obsessiven kompulsiven – Störung gesprochen. Damit ist der Zwang gemeint, bestimmte Gedanken oder Handlungen beständig zu wiederholen. Sie drängen sich dem Betroffenen auf, er kann nicht von ihnen lassen.

Allerdings gibt es leichte und schwere Fälle und Gewohnheiten wie auch Rituale fallen noch nicht notwendig in den pathologischen Bereich. Sie gelten als normal, sofern sie nicht als quälend empfunden werden und vor allem sofern sie durch Ablenkung wieder abgestellt werden können, ohne dass sich sogleich Ängste einstellen.

Die Grenze zum pathologischen Bereich ist dann überschritten, wenn die Patienten versuchen, von ihren zwanghaften Gedanken oder von ihrem obsessiven Tun abzulassen, dabei jedoch starken Ängsten ausgesetzt sind. Hypnose gegen Zwangsgedanken und Zwangshandlungen kann wertvolle Dienste leisten.

Hypnose gegen die alltäglichen Zwänge

Schwere Formen von zwanghaftem Verhalten können es den Betroffenen unmöglich machen, am Alltagsleben teilzunehmen. Auch wenn die betroffenen Personen längst eingesehen haben, dass ihre Handlungen und Gedanken unverhältnismäßig und irrational sind, können sie sich nicht davon lösen.

Häufig kommt es zu einer Verheimlichung der Krankheit und zu dem Bemühen, sich selbst zu heilen. Das bedeutet nicht nur einen großen Kraftaufwand, sondern geht auch mit Ängsten einher. Zwangshandlungen sind zahlreich.

Hypnose gegen Störungen und Neurosen ist besonders erfolgversprechend zu bei:

  • Kontrollzwänge: Die Betroffenen kontrollieren mehrmals hintereinander auf komplizierteste Weise etwas, um eine mögliche Katastrophe zu verhindern. Auch rituelle Praktiken mit Elementen aus dem Aberglauben zählen dazu. Übervorsichtiges Verhalten ist charakteristisch. Zweck ist die vollkommene Absicherung, erreicht wird meist das Gegenteil.
  • Wasch- und Putzzwänge: Angst vor Schmutz beherrscht das Leben. Es wird alles getan, um Schmutz zu vermeiden. Auch die Angst vor Kontamination zählt dazu. Äußere Kennzeichen sind ausgefeilte und langwierige Rituale, die dem Waschen, Putzen und der Dekontamination dienen.
  • Ordnungszwänge: Ein Ordnungsplan mit speziellen Regeln wird entworfen und einzuhalten versucht. Wäsche muss nach einem bestimmten Muster aufgehängt oder Kleidung streng voneinander getrennt (Farben, Muster, Größe etc.) aufbewahrt werden. Abweichungen können drastische Reaktionen nach sich ziehen

Behandlung von Neurosen mit Hypnose

Wie lässt sich eine Neurose bekämpfen? Neurosen sind unterschiedlich und jede Art verlangt nach einer auf sie abgestimmten Therapie. Angststörungen und Zwangsstörungen werden nicht auf dieselbe Weise behandelt. Bei Psychosen kommen Medikamente zum Einsatz, bei Neurosen hilft Psychotherapie am besten. Die psychotherapeutische Arbeit ist ihrerseits vielfältig und differiert von Fall zu Fall.

Es kann notwendig und zielführend sein, alternative Verhaltensmuster einzuüben oder Patienten dazu zu bringen, sich den Auslösern ihrer Ängste zu stellen. Stets wird versucht, zu den Konflikten vorzustoßen, die für die Entwicklung der Neurose verantwortlich sind.

Das Ziel besteht in der Durchdringung und Lösung der Konflikte. Einen Weg dazu stellt auch die Hypnose gegen Neurosen dar. Der Einsatz von Hypnose gegen Zwangsneurosen hat sich bewährt.

Hypnose bei Zwangsstörungen und Hypnose bei Zwangsneurosen

Hypnose-Therapie operiert im Bereich des Unterbewusstseins. Dort finden sich auch die Auslöser für neurotisches Verhalten. Die Hypnose gegen Zwangsstörungen kann einen wesentlichen Beitrag leisten, insofern sie es möglich macht, das spezifische Bedürfnis zu lokalisieren und sichtbar zu machen, das durch die zwanghafte Handlung gestillt werden soll.

Mittels Hypnose-Therapie lassen sich auch ungelöste Konflikte und Traumata bei Kindern ausfindig machen und beseitigen. Hypnosesitzungen werden darüber hinaus als wohltuend und beruhigend empfunden. Für unter Neurosen leidende Menschen kann das besonders wichtig sein. Zu den weiteren Anwendungsgebieten gehört auch die Hypnose gegen Essstörungen und die Hypnose gegen Stottern.

Wenn Sie leiden oder einem Erkrankten helfen wollen, lassen Sie sich von unserem geschulten Personal beraten.